DIFA-Forum › Foren › Immobilien direkt › Vermietung & Verwaltung › Wohnung renovieren vor Neuvermietung – lohnt sich das wirklich?
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Michael Kraus aktualisiert.
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August 2, 2026 um 2:43 a.m. Uhr #216
VermieterVolker
TeilnehmerHallo zusammen, ich hab eine 3-Zimmer-Wohnung, die mein langjähriger Mieter nach 11 Jahren verlassen hat. Die Wohnung ist nicht kaputt, aber halt in die Jahre gekommen – Böden zerkratzt, Küche veraltet, Badezimmer sieht aus wie aus den 90ern. Jetzt frage ich mich: wie viel Aufwand lohnt sich vor der Neuvermietung wirklich? Einfach neu streichen und gut ist? Oder lieber Bad und Küche modernisieren, um eine höhere Miete zu erzielen? Hat jemand Erfahrung, wie sich solche Investitionen bei der Wiedervermietung tatsächlich rentieren?
August 3, 2026 um 11:13 a.m. Uhr #217
Katrin LindnerModeratorDas kommt ehrlich gesagt stark auf die Lage und das Mietpreisniveau in deiner Stadt an. In angespannten Märkten (München, Hamburg usw.) kriegst du auch ohne Renovierung schnell einen neuen Mieter, oft sogar zu höherer Miete als vorher. In B- oder C-Lagen sieht das schon anders aus – da kann ein frisch saniertes Bad wirklich den Unterschied machen.
Generell würde ich sagen: frisch streichen und Böden aufarbeiten ist Pflicht und kostet nicht die Welt. Küche und Bad komplett rausreißen würde ich nur machen wenn der Zustand wirklich nicht mehr zumutbar ist – sonst frisst das den Mietvorteil auf Jahre.
August 4, 2026 um 2:49 p.m. Uhr #218BauherrBernd
TeilnehmerIch hatte vor zwei Jahren eine ähnliche Situation, Wohnung Baujahr 1987, Mieter war 9 Jahre drin. Hab mich damals intensiv damit beschäftigt was sich rechnet. Für die Kostenschätzung und um Handwerker vergleichen zu können hab ich u.a. meistermodernisierer.de genutzt – da gibt’s ganz nützliche Übersichten zu typischen Modernisierungskosten. Hat mir geholfen den Überblick zu bekommen bevor ich Angebote eingeholt hab.
Am Ende hab ich nur Bad und Böden gemacht, Küche drin gelassen. Miete konnte ich um knapp 15% erhöhen, Amortisation so 4-5 Jahre. Für mich war’s die richtige Entscheidung, aber hängt eben wirklich vom Einzelfall ab.
August 5, 2026 um 7:34 a.m. Uhr #219
Michael KrausModeratorSteuerlich nicht vergessen: Modernisierungskosten direkt vor einer Neuvermietung können unter Umständen als anschaffungsnahe Herstellungskosten eingestuft werden, wenn du in den ersten drei Jahren nach Kauf mehr als 15% des Kaufpreises investierst. Falls die Wohnung noch nicht so lange bei dir ist, unbedingt kurz mit dem Steuerberater klären bevor du loslegst. Das ist ein klassischer Fallstrick den viele Vermieter nicht auf dem Schirm haben.
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